Register

A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W X Y Z
Jacques Lacombe
1724–1801. Buchhändler, Advokat.
La Combe,
Histoire des révolutions de l’empire de Russie
(Paris 1760).
Übers.:
Des Herrn La Combe Geschichte der Staatsveränderungen des russischen Reichs. M. Verbesserungen, Zusätzen u. Anm. versehen von Johann Friedrich Joachim
(3 Bde., Halle 1761/4).
Lactanz
Lucius Caecilius Firmianus, Lactantius. Um 250–um 320.
Lactanz,
Opera
Lucii Coelii Lactantii Firmiani Opera Omnia quae extant, accedunt Carmina vulgò asscripta Lactantia, cum selectio variorum commentariis; Opera et Partis Servatii Gallaei
(Leyden 1660) [Biga 7/99: »Lactantii Opera ex. ed. Gallaei, Lugd. 660«].
Lact.
inst.
Göttliche Unterweisungen / Lehrbuch der Religion, lat. divinae institutiones.
Lact.
mort. pers.
Von den Todesarten der Verfolger, lat. de mortibus persecutorum.
Lucii Caecilii Firmiani Lactantii De mortibus persecutorum cum notis Stephani Baluzii [...]. – Editio 2. acc. Gisb. Cuperi, Jo. Columbi, Tho. Spark, Nic. Toinardi, Jo. Georg. Graevii, Tho. Gale, Eliae Boherelli [...] animadversiones [...]; rec., suis auxit, cum versionibus contulit, Paulus Bauldri [...]
(Utrecht 1692) [Biga 7/100: »Lactantii de Mortibus persecutorum ex. ed. Bauldri, Traj. 692«].
1725–1801. Bruder der
Apollonia Baronin v. Witten
, österr. Feldmarschall, Generalinspekteur, Präsident des Reichshofkriegsrats.
Peter Edmond de Lacy
1678–1751. Russischer Generalfeldmarschall, 1730 Gouverneur v. Riga, 1740–51 Gen.-Gouverneur v. Livland; siehe Lacy (Lascy), Peter Edmond de, in:
Baltisches Biographisches Lexikon
, S. 435
.
Lebensdaten nicht ermittelt. Adjunkt und Pastor in Riga.
Claude-François Lambert
1706–1765. Frz. Kulturhistoriker.
Lambert,
Histoire littéraire du règne de Louis XIV
Histoire littéraire du règne de Louis XIV. Dédiée au Roy
(3 Bde. Paris 1751).
1727–1783. Brenning, Lauson, Johann Friedrich, in:
ADB
 18 (1883), S. 71
sowie Joseph Kohnen,
Johann Friedrich Lauson (1727–1783)
, in: Ders.,
Lyrik in Königsberg
1749–1799 (Frankfurt a. M. u.a. 2000), S. 35–54. Zu Hamanns Beziehung zu Lauson siehe Kohnen (1997). Beiträger der Zeitschrift Daphne.
Johann Friedrich Lausons, Lehrer der hiesigen Thum-Schule Erster Versuch in Gedichten, nebst einer Vorrede von der sogenannten extemporal Poesie, und einem Anhange von Gedichten aus dem Stegreif [...]
und
[J. F.] Lausons [...] Zweeter Versuch in Gedichten, nebst einer Vorrede von den Schicksalen der heutigen Poesie, und einem Anhange von Gedichten aus dem Stegreif [...]
(Königsberg: Driest 1753). Digitalisat: USB Köln: 2C9126-1/2.
Gotthold Ephraim Lessing
rezensierte die Gedichte in einer spöttischen Anzeige in der
Berlinische privilegirte Zeitung
(36. St., 24.3.1753), worin es u.a. heißt: »Königsberg prangt jezo mit einem Dichter, welcher in dem vorigen Jahrhundert zu Nürrenberg ein großer Geist hätte seyn können.« Zur Verteidigung der »gedrungenen Schreibart« diente wohl eine
Ode, auf die gedrungene Schreibart
, die sich in einem Sammelband der ›Königlichen Deutschen Gesellschaft‹ in Königsberg findet –
Eigene Schriften in ungebundener und gebundener Schreibart
(Königsberg: Hartung 1754), S. 470ff.; es sind darin Texte (Reden, Erzählungen, Gedichte) aus mehreren Jahren abgedruckt, ohne Angabe des Autors und der Entstehungszeit. In der »Ode« heißt es: »Aber wär es ein Verbrechen – – Wollt ein finstrer Criticus – – Mein verwegnes Tadeln rächen ...«.
Die Laute. Eine Ode
(Königsberg 1751; Separatdruck), erneut gedruckt in: Ders.,
Zweeter Versuch
, S. 137–158.
Das Gedicht stellt neben anderen Königsberger Freunden auch den Lautenspieler »H.« poetisch vor: »Ihr Nympfen! höret mein Lied, scherzt um mich frische Najaden! / Tritonen! sprützet mir Fröhlichkeit zu. Verlaßt, ihr Faunen! den Wald, herbey, gehörnte Satyren. / Itzt spiel, mein Hamann, nun bin ich entzückt«, mit Adnote zu
Johann Georg Hamann
: »Der Held ward auf der Akademie mein Freund, und machet jetzo seinem Vaterlande auch in Liefland viel Ehre. Sein Charackter ist unter dem Namen Haemus bey dem meinigen in der Daphne zu finden« (S.  137); »Komm, Dichtkunst, setze dich her, dein Hamann spielet, dein Liebling, / Er liebt die Schwester, ich liebe dich selbst. / So neidisch bist du wohl nicht, daß du dies seltene Glücke / Mit eifersüchtigen Blicken beschielst«.
Auch in anderen Gedichten des
Zweeten Versuchs
wird Hamann unter seinem Daphne-Pseudonym ›Haemus‹ poetisch angeredet. In
Königsberger Notizbuch
schrieb Hamann zwischen 1753 und 1756 einen dialogischen Quatrain des Freundes
Johann Gotthelf Lindner
, der den Wert der Gedichte Lausons ironisch mitteilt: »Vers de Mr. Lindner sur Lauson / He! dit-on quel poete a donc rimé plus vite / Qui! on le voit en vers sa prose reciter / Tais-toi! c’est quelque chose; mais c’est un merite. / Ma foi c’est un pour tel qui pete ex tempore.« (
Hamann, Königsberger Notizbuch
[N V S. 273]).
Lauson,
Die Ewigkeit der Gerechten
Die Ewigkeit der Gerechten als der Grenzstein ihrer Leiden, bey der Henningschen Gruft betrachtet 1751.
Später aufgenommen in: Ders.,
Zweeter Versuch in Gedichten
, S. 173–182.
Das Trauergedicht auf die Mutter von
Samuel Gotthelf Hennings
wurde 1751 von Lauson verfasst. Die letzte Strophe thematisiert die Tröstung des Sohns durch seinen Freund
Gottlob Jacob Sahme
: »Bejammert Ihn Ihr Freunde doch, / Seht Ihn in schattigten Alleen / Verlassen, aber zärtlich noch / Mit seinem liebsten Sahme [Fußnote: Secretair bey des Herrn von Arnims Excellenz.] gehen. / Sein Freund ist sehr besorgt um Ihn, / Er sieht die Thränen Ihm entfliehn, / Wenn seine Munterkeit am größten. / Er seufzt, und Sahme seufzt Ihm nach. / Mein Lied ist für sein Leid zu schwach. / Mir unbekannter Freund! kannst Du Ihn denn nicht trösten?« (S. 181f.).
Lauson,
Simon Dach
Das Lorrbeerwürdige Andenken eines vor hundert Jahren allhier verstorbnen großen Preußischen Dichters, M. Simon Dach, ehemaligen wohlverdienten Lehrers der Kneiphöfischen Thumschule, nachmals ordentlichen Professors der Dichtkunst der hohen Schule zu Königsberg, waget sich in einer deutschen Rede zu erneuren, und erbittet sich dazu die schätzbare Gegenwart würdiger Gönner, Kenner und Freunde der Wissenschaften in der Kneiphöfischen Schule 1759. den 18. April um 9. Uhr Vormittags Johann Friedrich Lauson, I.U.C. Lehrer bey der Cathedralschule
(Königsberg: Driest 1759).
Lauson,
Gafforio
Gafforio, ein Trauerspiel in fünf Aufzügen
, in: Bibliothek der schönen Wissenschaften und der freyen Künste; Bd. 3.4. (1760), S. 103–187.
Giuseppe Lavini
1721–1793.
Lavini,
Die neueste Weltwissenschaft
Die neueste Weltwissenschaft, vornehmlich nach dem Sinne des berühmten Newtons, in italiänische und teutschen Versen, in jenen ursprünglich beschrieben von Hrn. Grafen Joseph Lavini; in diese übersetzt von J[ohann]. G[eorg]. M[eintel]. Nebst des Verfassers verteutschten Anmerckungen und einer Vorrede Herrn Christian Ernst von Windheim [...]
(Nürnberg: Monath 1756). Digitalisat: SLUB Dresden: Hist.nat.A.1169.
Ninon de Lenclos
1620–1705. Eigentl. Anne de Lenclos. Frz. Kurtisane und Salonnière. Es wurden viele Lebensbeschreibungen zu ihr verfasst und Briefsammlungen veröffentlicht, die meisten davon fingierte. Auf Dt. lagen zur Zeit der Lektüre-Andeutung von H. zwei Werke vor:
Briefe der Ninon von Lenclos an den Marquis von Sevigne: nebst den Briefen der Babet an den Boursault
(Leipzig: Weidmann 1751);
Der Ninon von Lenclos Leben und Briefe nebst der Briefe der Babet
(Leipzig: Weidmann 1755); Biga 124/367 verzeichnet eine frz. Ausgabe:
Lettres de Ninon de Lenclos au Marquis de Sévigné
(Haye 1751); die erste frz. Ausg. wurde 1732 von
Claude-Prosper Jolyot de Crébillon
herausgegeben:
Lettres de la marquise de M*** au comte de R***
.
Biographie universelle, ancienne et moderne
(Bd. 24, 1819), S. 76–80.
Charlotte Lennox
1720–1804. Engl. Schriftstellerin, Lyrikerin und Übersetzerin. Amory, H.: Lennox, Charlotte, in:
Oxford DNB
.
Lennox,
Don Quixote im Reifrocke
Don Quixote im Reifrocke, oder die abentheuerlichen Begebenheiten der Romanenheldinn Arabella. Aus dem Engl. übers
(von Herrmann Andreas Pistorius) (Hamburg, Leipzig: Grund u. Holle 1754). Digitalisat: SUB Göttingen: 8 FAB IX, 772.
1729–1781. Redlich: Lessing, Gotthold Ephraim, in:
ADB
 19 (1884), S. 756–802
.
Wiss. Ausg.:
Werke und Briefe
, hg. v. Wilfried Barner (12 Bde. in 14 Teilbden, Berlin 2003).
Lessing,
Fabeln
Gotthold Ephraim Lessings Fabeln. Drey Bücher. Nebst Abhandlungen mit dieser Dichtungsart verwandten Inhalts
(Berlin: Voß 1759). Digitalisat: BSB München: P.o.germ. 828.
Kleinigkeiten
(Frankfurt, Leipzig: Metzler 1751). Digitalisat: BSB München: P.o.germ. 833.

Werke und Briefe
, Bd. 2.
Lessing,
Schrifften I
Schrifften. Erster Theil
(Berlin: Voß 1753). Digitalisat: BSB München: P.o.germ. 839 bb-1/2.
Werke und Briefe
, Bd. 2.
Lessing,
Theatralische Bibliothek
Gotth. Ephr. Lessings Theatralische Bibliothek
(Berlin: Voß 1754). Digitalisat: UB Göttingen [Biga 136/99: »Ei. theatralische Bibliothek, 1–6tes St. Berl. 754–758«].
Werke und Briefe
, Bd. 3.
zus. mit
Moses Mendelssohn
, aber anonym publiziert:
Pope ein Metaphysiker!
(Danzig 1755) [Biga 159/507: »Pope ein Metaphysiker! Danz 755.«]. Digitalisat: BSB München: Res/Ph.sp. 577 d.
Werke und Briefe
, Bd. 3.
Nicht eingereichte, sondern anonym in Danzig publizierte Antwort auf die im Juni 1753 von der Académie Royale des Sciences et Belles-Lettres Berlin veröffentlichte Preisfrage: »On demande l’examen du système de Pope, contenu dans la proposition: Tout est bien. Il s’agit: 1. De déterminer le vrai sens de cette proposition, conformément à l’hypothèse de son auteur. 2. De la comparer avec le système de l’optimisme, ou du choix du meilleur, pour en marquer exactement les rapports et les différences. 3. Enfin d’aléguer les raisons qu’on croira les plus propres à établir ou à détruire ce système.« Die Verfasser übersetzen die Aufgabe so: »Die Akademie verlangt eine Untersuchung des Popischen Systems, welches in dem Satze alles ist gut enthalten ist. Und zwar so, daß man : Erstlich den wahren Sinn dieses Satzes, der Hypothes seines Urhebers gemäß, bestimme. Zweytens ihn mit dem System des Optimismus, oder der Wahl des Besten, genau verstehe, und : Drittens die Gründe anführe, warum dieses Popische System entweder zu behaupten oder zu verwerffen sey.«
Im Vorbericht heißt es zur Verfasserschaft: »Sie [die Schrift] hat zwei Verfasser, und hätte daher unter keinem andern Sinnspruche erscheinen können, als unter diesem: Compulerant – – greges Corydon et Thyrsis in unum. Gesetzt nun, sie wäre gekrönt worden! Was für Streitigkeit würde unter den Urhebern entstanden sein! Und diese wollten gerne keine unter sich haben.«
Die Verf. weisen nach, dass Popes Dichtung nicht die Kriterien eines metaphysischen Systems erfüllt, sondern eklektizistisch und willkürlich mit metaphysischen Sätzen umgeht, sodass die Akademie-Frage nicht sinnvoll ist, Pope selbst sich darüber gewundert hätte: »Wie sehr sollte er sich also wundern, wenn er erfahren hätte, daß gleichwohl eine berühmte Akademie diesen falschen Bart [eines Philosophen] für werth erkannt habe, ernsthafte Untersuchen darüber anzustellen.« (S. 59f.). Grundlage für ihre Auseinandersetzung mit Pope war wohl die (sehr fehlerhafte) Übersetzung Brockes von
Pope, An essay on Man
.
Philotas, ein Trauerspiel
(Berlin: Voß 1759) [Biga 167/603: »Philotas, Berl. 759«].
Werke und Briefe
, Bd. 4.
Johann Leusden
1624–1699. Calvinistischer Theologe und Hebraist in Utrecht.
Leusden, Novum Testamentum Graecum
He Kainē Diathēkē, Novum Testamentum. Cum Versione Latina Ariæ Montani, in quo tum selecti versiculi 1900. Quibus omnes Novi Testamenti voces continentur, asteriscis notantur; tum omnes et singulæ voces semel vel sæpius occurrentes peculiari nota distinguuntur
(Amsterdam ca. 1688) [Biga 49/502: »N.T. graecum ex. ed. Jo. Leusdenii, Lips. 727. Mit weiss Papier durchschossen. Donum Lvdimagistri II. pueritiae meae.«].
Magnus Gottfried Lichtwer
1719–1783. Jurist, preuß. Regierungsrat.
Lichtwer,
Fabeln
Vier Bücher Aesopischer Fabeln in gebundener Schreib-Art
(Leipzig: Deer 1748). Digitalisat: SUB Göttingen: 8 P GERM III, 8011.
Christian Gottlieb Lieberkühn
Gest. 1761. Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker.
Die Lissabonner, ein bürgerliches Trauerspiel, und Die Insel der Pucklichten, ein Lustspiel
und
Die Insel der Pucklichten, ein Lustspiel von einer Handlung
(Breslau: Meyer 1758). Digitalisat: SBB-PK Berlin: Yr 3040.
Lieberkühn,
Arzeneyen
Arzeneyen [I. Prophezeyung auf die Jahre 1740 bis 1760 [...] III. Schreiben eines jungen Gelehrten [...] über ein Deutschland gefundenes Alterthum [...] IV. Das Leben des ärgsten Ungeheuers, Drachens und Unmenschen unter der Sonnen Johann d’Amiens oder besser Robert Franciscus Damien [...] VI. Das schändliche Laster der Armuth [...] X. Neu aufgerichtete Complimentirschule [...] XII. Abdankungsrede bey [...] Leichenbestattung der Hochedlen [...] Jungfer Catharinen Margarethen Brand. [...] XIII. Schreiben an einen jungen Herrn, welcher einer Heyrath wegen seine Religion verändert [...] XIV. Von der Seelenwanderung in die Pflanzen]
(Berlin: Winter 1759). Digitalisat: HAB Wolfenbüttell: M: Ac 6.
John Lightfoot
1602–1676. Engl. Bibelkritiker
Lightfoot,
Horae Hebraicae et Talmudicae
Horae Hebraicae et Talmudicae. Impensae I. In Chorographium aliquam terrae Israeliticae. II. In Evangelium S. Mattaei
(Cambridge 1658).
Lightfoot,
Opera Omnia
Opera Omnia: hac nova editione Operibus Ejusd. Posthumus, nunquam hactenus editis, Locupletata; quorum syllabus, pagina post vitam auctoris ultima, exhibetur
(2 Bde. Ultrajecti: Broedelet 1699) [Biga 58/10: »Jo. Lightfooti Opera, Tom. I. II. VI.–Traj. 699«].
1686–1750. Stud. Philosophie, Sprache und Geschichte, ab 1715 Diakon am Königsberger Dom und an der Altstädtischen Kirche, Mitglied der kgl. preuß. Sozietät der Wissenschaft der Petersburger Akademie, Taufpate u. Konfirmator J. G. Hamanns.
Lilienthal,
Historische Beschreibung des Thums
Historische Beschreibung des Thums oder der Cathedral-Kirchen der Stadt Kneiphoff-Koenigsberg
(Königsberg 1716) [Biga 182/43: »Mich. Lilienthal historische Beschreibung des Thums, Koenigsb. 716«].
Lilienthal,
Erleutertes Preußen
Erleutertes Preußen Oder Auserlesene Anmerckungen, Ueber verschiedene Zur Preußischen Kirchen- Civil- und Gelehrten-Historie gehörige besondere Dinge, woraus die bißherigen Historien-Schreiber theils ergäntzet, theils verbessert, Auch viele unbekannte Historische Wahrheiten ans Licht gebracht werden
(Teil 1–4. Königsberg: Hallevord 1724/28; Teil 5 bei Hartung 1741/42) [Biga 90/240: »Erlaeutertes Preussen, Th. I–III. ib. 724–42«]. Digitalisat, Tl. 5: SUB Göttingen: 8 H PRUSS 352:5.
Lilienthal,
Beichthandlungen
[Biga 36/310: »Ei. Vorbereitungen bei den Beichthandlungen, ib. 743«].
Lilienthal,
Nützlicher Zeitvertreib auf dem Kranken- und Sterbebette
Nützlicher Zeitvertreib auf dem Kranken- und Sterbebette in geistreichen Betrachtungen über einige dahin abzielende biblische Machtsprüche
(Königsberg: Dorn 1745) [Biga 36/309: »Mich. Lilienthals Zeitvertreib auf dem Kranken- und Sterbebette, Königsb. 748«].
Lilienthal,
Worte zu seiner Zeit
Worte zu seiner Zeit in schriftmäßigen Reden über außerordentliche Texte des alten und neuen Testaments
(Königsberg 1746) [Biga 36/311: »Ei. Worte zu seiner Zeit, ib. 746«].
Vernünftiger Gottesdienst des Singens, vermittels der Darstellung 700 mit Fleiß gesammleter alter und neuer geistreicher Lieder auch nötige Erklärung der darinnen vorkommenden fremden Wörter, schwer scheinenden Stellen und dunckeln Redensarten, Nicht minder durch Beifügung mancherley historischer Nachrichten und anderer erbaulichen Anmerkungen befordert, Und Gott zu Ehren, der Gemeine Christi aber zur Erweckung heiliger Andacht, und Aufmunterung im Glauben und Glückseligkeit, wohlmeynend ausgefertigt von M. Michael Lilienthal, Diener des Göttlichen Worts an der Altstädtischen Pfarr- Kirchen
(2., verm. Aufl., Königsberg: Reußner 1752) [Biga 36/312: »Ei. Vernünftiger Gottesdienst des Singens, ib. 736«]. Digitalisat: SUB Göttingen: 8 CANT GEB 69.
1717–1781. Sohn von
Michael Lilienthal
, lutherischer Theologe. Seit 1750 Bibliothekar der Ratsbibliothek (Stadtbücherei) in Königsberg, 1751 ordentl. Prof. der Theologie, 1763 Pastor der Kneiphöfischen Domkirche. Er war während Hamanns Studienzeit dessen Beichtvater (s. LS S. 322).
Lilienthal,
Die gute Sache
Die gute Sache der in der heiligen Schrift alten und neuen Testaments enthaltenen Göttlichen Offenbarung, wider die Feinde derselben erwiesen und gerettet
(16 Bde. 1750/81) (Vierter Theil: Königsberg: Hartung 1753) [Biga 36/308: »D. Lilienthals gute Sache der göttl. Offenbarung, 1–14. Th. Königsb. 754–73«].
Johann Ehregott Friedrich Lindner
1733–1816. Bruder von
Johann Gotthelf Lindner
, Hofarzt in Mitau (Kurland).
Johann Gotthelf Lindner
1729–1776. Freund Hamanns seit Schulzeiten; 1750 Magister an der Universität Königsberg, 1753 Lehrer an der dortigen Thumschule, 1755–65 Rektor und Inspektor der Domschule in Riga, 1765–1776 Prof. der Poesie in Königsberg, 1766 Direktor der dortigen Kngl. Deutschen Gesellschaft, 1775 Kirchen- u. Schulrat; Hofprediger; siehe: Joseph Kohnen,
Johann Gotthelf Lindner. Pädagoge, Literat und Freimaurer in Königsberg und Riga
(
Nordost-Archiv, Zeitschrift für Kulturgeschichte und Landeskunde
, Jg. 17, 1984, Heft 76, S. 33–48).
Lindner,
Vénus métaphysique
Venus metaphysique ou Essai sur l’origine de l’ame humaine
(Berlin: Voß 1752) [Biga 128/445: »Venus metaphysique ou Essai sur l’origine de l’Ame humaine (par feu Mr. Lindner) Berl. 752.«]. Digitalisat: BSB München: Ph.sp. 460 s. Titel des Originals:
Dissertatio de systemate traducis
(nicht veröffentlicht).
J. Chr. Strodtmann berichtet (»Geschichte des Herrn Johann Gotthelf Lindner«, in:
Das neue gelehrte Europa
, Wolfenbüttel 1775, 20. Theil, S. 934): Lindner »schrieb [...] eine Disput, ›de systemate traducis‹, die wegen einiger persönlicher Feindseligkeit nicht in Königsberg, sondern zu Berlin mit Censur der Akademie der Wissenschaften unter der Auffschrift [...] 1752 französisch heraus kam, und ein Versuch war, den Tradux gescheuter zu erklären, nach dem Muster seines Lehrers [vermutl.
Martin Knutzen
], der das System des natürlichen Einflusses verbessert hatte.« Der Titel bezieht sich auf Pierre-Louis Moreau de Maupertuis’
Venus physique
(1745). In Berlin wurde als Autor schnell Julien Offray de La Mettrie angenommen und diese falsche Zuschreibung hat sich bis heute gehalten, in den Universitätskatalogen ist der französische Materialist als Verfasser eingetragen. Dabei war in der von Christian Ernst Windheim hg.
Philosophische Bibliothek worinnen Nachrichten von den neuesten Schriften der heutigen Weltweisen und anderen Umständen derselben, wie auch kurze Untersuchungen mitgetheilet werden
(Bd. 5, 1. St., S. 340; Hannover 1752) Lindner als Verfasser annotiert worden.
Lindner hat 1750 seinen Magister erhalten mit »Dissertatio de scepticismo in monadologia«, im April 1751 folgte eine weitere Disputation: »Commentatio philosophica de somno et somnis«, bei der
Johann Georg Hamann
respondierte,
Johann Christoph Wolson
und
Johann Ehregott Friedrich Lindner
opponierten. Digitalisat: ULB Münster: N. Hamann Bd. 124. Danach folgte als dritte Disputation »Dissertatio de systemate traducis«. Auf diese Weise arbeitete Lindner wohl auf eine Lehrstelle an der philosophischen Fakultät hin; die von Martin Knutzen war nach dessen frühen Tod 1751 vakant. Allerdings wurde die Publikation der »Dissertatio« von der Universität nicht genehmigt, deswegen der Umweg der anonymen und frz. Publikation in Berlin. Der Weg zur Lehrstelle war mit der Publikationszensur versperrt. Fehr 2002 hält eine Intervention durch
Cölestin Flottwell
für wahrscheinlich.
Anweisung zur guten Schreibart überhaupt, und zur Beredsamkeit insonderheit: nebst eignen Beispielen und Proben. Von M. Johann Gotthelf Lindnern, der Königl. deutschen Gesellschaft zu Königsberg Seniorn, und Recktorn der Rigischen Dohmschule
(Königsberg: Hartung 1755) [Biga 161/528: »J. G. Lindners Anweisung zur guten Schreibart, Koenigsb. 755«]. Digitalisat: SLUB Dresden: Ling.germ.rec.515.
Lindner publizierte dies in der Zeit seines Umzugs nach Riga; bei der Frage, ob die Schrift unter der Zensur der Königl. deutschen Gesellschaft erscheinen könne, stach er
Cölestin Flottwell
aus, der sich
Johann Christoph Gottsched
gegenüber so äußerte: »M. Lindner [...] läst in der Stille eine Redekunst drucken, in der Meynung die Kön. Gesellsch. würde sie censurieren v. auf ihre Rechnung nehmen. Hart.[ung] nimmt den Verlag an [...] Nun wacht der Senat auf, fragt nach der Censur. D. Q.[uandt] sowohl als ich haben Ihm rund heraus die Censur abgeschlagen. Quo bono Neue Redekünste, solang wir Ihre haben. Und er ist viel zu jung, der Römer v. Griechen Kunst zu verbessern. Es ist erstaunl. was vor eine Pest hier unter den jungen leuten regiert: Alles schön, artig, fein dunkel, tiefsinnig; aber nach Gründlichkeit fragt man nichts und was gar zu deutlich ist, das ist gemein, abgeschmackt, pöbelhaft, vom Kleinen Geist. Ich melde dieses im Vertrauen, denn wenn M. L. Redekunst erscheint, wünschte ich, daß die reife Erfahrung D. M. ihn auf den rechten Weg wiese.« (Brief vom 2. August 1754, zitiert nach Krause, Gottlieb:
Gottsched und Flottwell, die Begründer der Deutschen Gesellschaft in Königsberg
[Leipzig 1893], S. 125) Dass Lindner dennoch wie geplant publizieren konnte, deutet darauf hin, dass er zu dieser Zeit großen Einfluss in der Königl. deutschen Gesellschaft hatte; die Dedikation im Druck von 1755 ist jedenfalls entsprechend repräsentativ.
Lindner,
Sitliche Reizungen
Sitliche Reizungen der Tugend und des Vergnügens
(Königsberg, Leipzig: Petersen 1755). Digitalisat: BSB München: P.o.germ. 1151-1,1.
Reden und Gedichte in verschiedenen Sprachen bey einer zur Gedächtnisfeier des hohen Geburtstages Ihrer Kaiserl. Maiestät Unserer allergnädigsten grossen Frau und Selbsthalterin aller Reussen. Elisabeth Petrownen zur Ubung der Jugend angestellten Schulhandlung in der Domschule zu Riga
(Riga: Frölich 1755; so auch die weiteren Jahrgänge). Lindners Rede über die Leistungen der Schüler und seine Ode an die »grosse Kaiserin« beschließen den Band.
Lindner veranstaltete ab 1755 neun Jahre lang zweimal jährlich an der Domschule Riga »Schulhandlungen« zum Geburts- und Krönungstag der Zarin Elisabeth (ab 1762 einmal jährlich) mit panegyrischer Ausrichtung, zu dem Zweck, Riga als Bildungsstandort hervorzuheben, und dies als Leistung der dortigen Bürgerschaft – die Adresse an Petersburg steht im Zusammenhang der Konkurrenz von städtischer Bürgerschaft und livländischem Landadel.
Johann Christoph Berens
vermittelte dieses Ansinnen in Petersburg, übergab wohl auch teilweise die aufwendigen Drucke der »Schulactus« am Petersburger Hof, wo er als Agent des Rates von Riga in St. Petersburg gehört wurde.
Siehe dazu: Graubner 2016; Graubner 2002b.
Lindner,
Gedicht auf den Tod des Oberpastoren Schulz
Gedicht auf den Tod des Oberpastoren Schulz
(Riga 1755): ein Druck konnte nicht ermittelt werden.
Lindner,
Von der Schulweisheit
Von der Schulweisheit. Eine Einführungsrede
(Riga), ohne Jahresangabe von J. Chr. Strodtmann genannt in »Geschichte des Herrn Johann Gotthelf Lindner«, in:
Das neue gelehrte Europa [...]
(Wolfenbüttel 1775, 20. Theil, S. 934); ein Druck konnte nicht ermittelt werden.
Empfindungen der Freundschaft, in Abwesenheit an Herrn Trescho, von M. Lindner
(Gedicht), in:
Trescho, Religion, Freundschaft und Sitten
, S. 178ff.
Lindner,
Albert
Albert, oder die Gründung der Stadt Riga. Ein Schuldrama, bey der Gedächtnißfeier der hohen Gelangung zum Throne Ihrer Kaiserl. Majestät unserer allergnädigsten Kaiserin und grossen Frauen Eilisath Petorwnen[…], vorgestellt in der hiesigen Stadt- und Domschule den 27. Novemb. 1760, Eilfte Sammlung
(Riga 1760).
Mitglied der Kngl. Deutschen Gesellschaft in Königsberg.
59 v. Chr. – 17 n. Chr.
Livius,
Opera
Titi Livii Historiarum Libri ex recensione Heinsiana
(Leyden: Elzevir 1634) [Biga 16/242: »Liuius cum supplementis Freinshemii, Tom. I–IV. Lugd. 634«].
Giovanni Battista Loccatelli
1687–1770. Lebte bis 1733 in Paris, musste aufgrund von Betrugsanzeigen flüchten und hielt sich im Folgenden in Russland, zumeist in diversen dortigen Gefängnissen, auf. Diese Erfahrungen verwertete er für seine Berichte über die russische Politik und Verwaltung.
Loccatelli,
Die so genannte Moscowitische Brieffe
Lettres Moscovites
(Paris 1736).
Übers.:
Die so genannte Moscowitische Brieffe, oder die, wider die löbliche rußische Nation von einem aus der andern Welt zurück gekommenen Italiaener ausgesprengte abendtheurliche Verläumdungen und Tausend-Lügen aus dem Französischen übersetzt, mit einem zulänglichen Register versehen, und dem Brieffsteller so wohl, als seinen gleichgesinnten Freunden, mit dienlichen Erinnerungen wieder heimgeschickt von einem Teutschen
(Frankfurt 1738).
Johann Michael v. Loen
1694–1776. Präsident der Lingen-Tecklenburgischen Regierung. Siehe Elschenbroich, Adalbert: Loën, Johann Michael von, in:
ADB
 15 (1987), S. 47–49
.
Friedrich v. Logau
1604–1655. Freiherr. Eitner, Robert: Logau, Friedrich von, in:
ADB
 19 (1884), S. 107–110
.
Logau,
Cynegetia
Gratius Faliscus: Cynegetia
[Biga 11/175: »Gratii Falisci Cynegeticon et M. Aurelii Olympii Nemesiani Cynegeticon, Mit. 775.«].
Logau,
Sinngedichte
Sinngedichte. 12 Bücher mit Anmerkungen über die Sprache des Dichters v. K. W. Ramler u. G. E. Lessing
(Leipzig: Weidmann 1759) [Biga 162/520: »Fr. von Logau’s Sinngedichte, Leipz. 759«].
Friedrich Germanus Lüdke
1730–1792. Evang. Theologe. Wagenmann, Julius August: Lüdke, Friedrich Germanus, in:
ADB
 19 (1884), S. 383f
.
Lüdke,
Briefe an Freunde
Briefe an Freunde
(Danzig: Schuster 1756).
Lukian von Samosata. ca. 120 – ca. 180/200 n. Chr.
Lukian,
opera
[Biga 4/224: »Luciani Opera gr. & lat. ex ed. Jo. P. Schmidii Tom. 1. Mit. apud Hinzium, 776. Donum LIBRARII.«].
Lukrez
Titus Lucretius Carus. 99/94–55/53 v. Chr.
Lucr.
de rerum natura
Über die Natur der Dinge, lat. de rerum natura.
Dt. Übers. zitiert nach: Hermann Diels/Ernst Günther Schmidt (Übers.),
Titus Lucretius Carus: Von der Natur
(München 1993).
T. Lucretii Cari De rerum natura. Libri sex, cum notis Thomae Creech, collegii omnium animarum socii
(London 1754) [Biga 8/126: »T. Lucretius Carus de Rerum Natura cum Notis Th. Creech. Lond. 754«].
1483–1546.
WA =
D. Martin Luthers Werke
, hg. v. Rudolf Hermann, Gerhard Ebeling u.a. (Weimar u.a. 1883–2009)
Luther,
Schriften
Der [...] Teil aller Bücher vnd Schrifften des thewren, seligen Mans Doct: Mart: Lutheri
(1555–?) ( [Biga 18/27: »Martin Luther’s Schriften, Th. I. II. IV–VIII. Jen. 555–62«].
Luther,
Großer Catechismus
Der grosse Catechismus des seel. D. Martin Lutheri, mit grober Schrift von neuem Gedruckt und mit nothigen Erklarungen auch dienlichen Anmerckungen
(Königsberg: Stelter/Hartung 1734) [Biga 29/204: »Mart. Luthers großer Catechismus herausgegeben von Arnoldt, Königsb. 734«].
WA 30, 1, S. 123–238.
Auszug aus Luthers Schriften
Das Nutzbareste aus den gesamten erbaulichen Schriften des seligen Herrn D. Martini Lutheri. In umständlichen Auszügen [...] mit nöthigen u. nützlichen Registern versehen u. nebst e. Vorrede
(Salfeld: Böhmer 1738–1754) [Biga 29/205: »Benj. Lindners Auszug aus Luthers Schriften, 1–10 Th. Saalf. 741«].
Luther,
Auserlesene erbauliche Kleine Schriften
D. Martini Lutheri Auserlesene erbauliche Kleine Schriften Aus seinen grossen Tomis genommem und nicht allein mit einer allgemeinen Vorrede von dem Segen der Schriften Lutheri, sondern auch mit besonderen Einleitungen von allerhand nützlichen Materien vormals dargelegt von D. Johann Jacob Rambach Hochfürstl. Hessen-Darmstädtischen ersten Superintend. Prof. Theol. Primar. und Consistorii Assessore zu Giessen
(Berlin: Hallisches Waysenhaus 1743) [Biga 29/206: 2. Aufl. »Ei. kleine Schriften mit Rambachs Vorrede, Berl. 744«]. Digitalisat: BSB München: Th.u. 469 h.
Luther,
Sendbrief vom Dollmetschen
D. Martin Luthers merckwürdiger Sendbrief vom Dollmetschen mit Historischen und Apologetischen Anmerckungen versehen, nebst eben desselben erläuterten Aussprüchen von der Buchdruckerey und den Buchdruckern als einem Beytrage zu der dritten Jubel-Feyer
, hg. v. Daniel Peucer (Leipzig: Gessner 1740). Digitalisat: SLUB Dresden: Hist.lit.2113,misc.2.
WA 30, 2, S. 632–646.
Élie Luzac
1723–1796. Holländischer Philosoph, Schüler Hemsterhuis’, Rechtsanwalt, Verleger.
Biographie universelle, ancienne et moderne
(Bd. 25, 1820), S. 494–496.
Luzac,
Essai sur la liberté de produire ses sentiments
Essai sur la liberté de produire ses sentiments, au pays libre, pour le bien public; avec privilège de tous les véritables philosophes
(Leiden 1749).
Lord George Lyttelton
1709–1773. Engl. Staatsmann und Schriftsteller.
Lyttelton,
Dialogues of the Dead
Dialogues of the Dead
(London 1760). Übers.:
G. Littleton’s Gespräche der Verstorbenen; eine englische Schrift, hg. von Johann Georg Heinrich Oelrich
(Berlin 1761).